Die Entstehung des Romans

 

Die Villa Diodati am Genfer See in der Schweiz. Es ist eine stürmische Nacht im Juni 1816, im „Jahr ohne Sommer“. 1815 war in Indonesien der Vulkan Tambora ausgebrochen, dessen Eruption als eine der vier heftigsten der letzten 10.000 Jahre gilt. 100 km³ Asche und Gestein sollen damals kilometerweit in den Himmel geschleudert worden sein und verdunkelten die Atmosphäre - mit katastrophalen Auswirkungen auf das weltweite Klima. Das Jahr 1816 gilt als das kälteste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

In jener stürmischen Nacht des 16. Juni 1816 tobte über dem Genfer See ein heftiges Gewitter. Vor dem wärmenden Kaminfeuer in der Villa Diodati hat sich ein Kreis junger Engländer versammelt, die Schriftsteller Lord Byron und Percy B. Shelley, seine damalige Geliebte und spätere Ehefrau Mary Wollstonecraft, deren Halbschwester Claire Clairmont und der Arzt John Polidori.

Es ist genau die richtige Atmosphäre für Geistergeschichten, der Kreis liest deutsche Schauermärchen, die sich damals im englischen Sprachraum großer Beliebtheit erfreuen. Lord Byron schlägt vor, jeder der Anwesenden solle selbst eine Geistergeschichte schreiben. Während die Übrigen bald die Lust daran verlieren, bringt Mary Wollstonecraft Shelley einen Text zu Papier, der als der erste Science Fiction Roman in die Literaturgeschichte eingehen soll: „Frankenstein – oder der moderne Prometheus“.

 

 

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